Heilmittelversorgung: IFK e. V. wirft der Bundesregierung Bagatellisierung vor

Heilmittelversorgung: IFK e. V. wirft der Bundesregierung Bagatellisierung vor

26.01.2016 ∙ Verbände

Der Bundesverband selbstständiger Physiotherapeuten (IFK e. V.) wirft der Bundesregierung vor, die aktuelle Lage zur Heilmittelversorgung in Deutschland falsch dargestellt zu haben. Auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN hatte die Bunderegierung die aktuellen Zahlen präsentiert und die Heilmittelversorgung in Deutschland als stabil bezeichnet.

Nach Auffassung des IFK e. V. weisen die Daten der Bundesregierung erhebliche statistische Schwächen auf.

Verlässliche Daten beschränkten sich auf die stationäre Versorgung und auf große Praxen mit mehr als zehn Beschäftigten. Nicht berücksichtigt sei der Großteil der Physiotherapeuten, der in kleineren Praxen arbeite. Daher sei auch das von der Bundesregierung genannte durchschnittliche Jahreseinkommen in Höhe von 31.151 Euro brutto pro Jahr hoch. Eine Wirtschaftlichkeitsumfrage des IFK e. V. ergab ein Durchschnittseinkommen von nur 26.554 Euro. Da 79 Prozent der Physiotherapeuten weiblich sind, bedeute die schlechte Vergütungssituation zudem eine strukturelle Benachteiligung von Frauen.

Zwar seien die Heilmittelausgaben in der GKV gestiegen. Grund dafür sei aber der steigende Bedarf an therapeutischen Leistungen, der sich in einer älter werdenden Gesellschaft noch verstärken werde. Gleichzeitig aber seien die Preise für die einzelne Behandlungseinheit gleich geblieben und die Praxiskosten laut Wirtschaftlichkeitsumfrage des IFK e. V. stark gestiegen. Daher sei zwar der Umsatz gestiegen, nicht aber der Gewinn der Praxen.

Auf die regionale Verteilung der Heilmittelerbringer und damit auf die Unterversorgung in ländlichen Gebieten lieferten die Daten der Bundesregierung keine Antwort.

Um den Heilmittelerbringern ein gesichertes Einkommen zu gewährleisten und damit die Versorgung mit Heilmitteln auch für die Zukunft zu sichern, fordert der Spitzenverband der Heilmittelverbände (SHV) die Politik zu schnellem Handeln auf.

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